Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Bensheim Im ♥ der hessischen Toskana

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Patenschaft und Angebote für Flüchtlinge

WIE SCHAFFEN WIR DAS?

Ein Beispiel eines Projektes mit Asylanten

Als die Medien letztes Jahr berichteten, dass fast eine Millionen Menschen nach Deutschland kommen, um Sicherheit und Frieden zu finden, haben wir uns gefragt: Wie werden wir das schaffen? Als Jesus auf dieser Erde war, hatte er nicht nur eine religiöse Bewegung, sondern auch eine soziale Bewegung ins Leben gerufen. Er begegnete den Menschen unabhängig von ihrer Religion, ihrem Status, möglichen Titeln, dem Geschlecht oder ihrer Herkunft und behandelte sie würdevoll. Für ihn war keiner unwichtig.

Im Sommer 2015 wurde in Bensheim nur binnen einer Woche ein Notaufnahmelager für mehrere Hundert Flüchtlinge eingerichtet. Unsere Kirchengemeinde hat sich bei der Stadt Bensheim gemeldet, um unsere Hilfebereitschaft anzubieten. Unsere Ortsgemeinde trat dem neugegründeten Verein „Welcome to Bensheim e. V.“ bei, der Aktivitäten mit Flüchtlingen organisiert. Zunächst haben wir uns an ehrenamtlichen Deutschunterricht in den Zelten beteiligt. Als das Notaufnahmelager im Herbst 2015 aufgelöst wurde, richtete sich unser Fokus auf Asylanten, die dauerhaft in unsere Stadt leben. Wir schlossen uns einem Arbeitskreis christlicher Freikirchen an, um die Aktivitäten besser zu koordinieren. Die Zusammenarbeit mit anderen Christen empfinden wir als sehr segensreich. Die Stadt Bensheim übertrug unserer Ortsgemeinde die Patenschaft für ein Haus, in dem elf afrikanische Männer leben. Am Anfang waren wir uns unsicher und hatten viele Fragen, schließlich sind wir keine Profis. Wir trafen uns zweimal wöchentlich zum Deutschunterricht und Fußballspielen. Neben diesen regelmäßigen Treffen organisieren wir seitdem besondere Ereignisse, z. B. waren wir an Ostern im Kino und schauten uns den Film „Auferstanden“ an, im Sommer luden wir sie zum Gemeindeausflug in den Zoo und zum Waldgottesdienst mit Grillfest ein. 


   

Sie sehnen sich nach Kontakten mit Menschen, die Zeit mit ihnen verbringen und ihnen zuhören. Die Sprache ist keine Barriere, um ihnen zu begegnen.

   

Nach den Sommerferien 2016 haben wir uns entschieden, das Konzept dieser Patenschaft zu verändern. Aus verschiedenen Gründen verlegten wir den wöchentlichen Deutschunterricht in unser Gemeindehaus. Die jungen Afrikaner kommen seitdem nur noch zum Fußballspielen. Sie haben uns aber weiterempfohlen, so dass nun drei eritreanische Frauen zum Sprachkurs kommen. Zu dieser neuen Gruppe gehören auch vier syrische Männer – in der Zwischenzeit hat unsere Ortsgemeinde zusätzlich für zwei syrische Familien die Patenschaft übernommen.

Wir wollten etwas tun, um ihre Familien und unsere Gemeinde stärker zu envolvieren. Dabei dachten wir an Essen. Was gibt es besseres als Menschen beim gemeinsamen Essen zu begegnen? Wir möchten einmal pro Monat mit ihnen kochen und in unserer Gemeinde gemeinsam essen. Unser erster Kochabend fand am Reformationstag statt. Es gab deutsche Kürbissuppen mit Maronen und Pilzen aus dem Wald, Tabouleh (syrischer Salat) und ein syrisches Reisgericht. Die fast 40 Teilnehmer haben sich riesig gefreut. Die Asylanten konnten ihr Deutsch bei einigen Gesprächen etwas üben und wir Gemeindemitglieder konnten sie näher kennenlernen. Wir hoffen, dass wir ihnen so auch bei der Integration helfen. Es war nur ein kleiner Anfang, aber wir sind sicher, dass Gott bei uns ist und uns hilft, sein Reich zu bauen.

   

Jesus ruft uns, um seine soziale Bewegung voranzutreiben und zu helfen, diesen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Er hat uns Verantwortung übertragen, damit alle Menschen durch uns den Vater sehen, so wie damals durch Jesus selbst. Wir sind gerufen, seine Liebe weiterzugeben und uns um die Bedürfnisse seiner „geringsten Brüder und Schwestern“ (Mt 25,40) zu kümmern. Mit Gottes Hilfe schaffen wir das wirklich.

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